23/10/2026
Ein schwieriges Gespräch steht an, und schon zieht sich etwas in der Brust zusammen. Kennst du das?
Finnische Forschende um Lauri Nummenmaa baten über 700 Menschen aus Finnland, Schweden und Taiwan, auf einer Körperskizze einzuzeichnen, wo sie bestimmte Gefühle spüren. Die Muster waren erstaunlich einheitlich: Wut vor allem im Oberkörper und in den A**en, Angst in der Brust, Freude und Liebe fast im ganzen Körper. Bei Traurigkeit fühlten sich A**e und Beine wie „leer“ an.
Zur Einordnung: Die Teilnehmenden haben ihre Empfindungen selbst eingezeichnet, gemessen wurde nichts. Ob und wie der Körper alte Erfahrungen „speichert“, hat diese Studie nicht untersucht. Sie zeigt aber deutlich, dass Gefühle nicht nur im Kopf stattfinden, sondern als Körpererfahrung.
Das erklärt, warum Nachdenken allein oft nicht reicht. Wer Anspannung über Jahre festhält, spürt sie irgendwann nicht mehr bewusst, aber sie wirkt weiter: in hochgezogenen Schultern, einem festen Kiefer, flachem Atem und in Reaktionen, die größer sind als der Anlass. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden gehört das in ärztliche oder therapeutische Hände.
Eine kleine Übung für heute Abend: Denk an eine Situation, die dich gerade belastet. Schließ die Augen und frag dich: Wo spüre ich das? Brust, Bauch, Hals oder Schultern? Leg deine Hand genau dorthin und atme ruhig weiter. Nur wahrnehmen.
Mit Hypnose, Körperarbeit und Coaching setzen Barbara Jascht und Dr. Michael Hartschen genau dort an: in der Transision Week, vier Tage live. Alle Infos findest du unter transisionweek punkt com
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Quelle zur Einordnung:
Nummenmaa, L., Glerean, E., Hari, R. & Hietanen, J. K. (2014): Bodily maps of emotions. Proceedings of the National Academy of Sciences, 111(2), 646–651. Untersucht wurden selbst eingezeichnete Körperempfindungen, keine körperlichen Messungen und keine Speicherung alter Erfahrungen.