13/09/2026
🏛️❌ 𝐊𝐚𝐡𝐥𝐬𝐜𝐡𝐥𝐚𝐠 𝐚𝐦 „𝐎𝐜𝐡𝐬𝐞𝐧“: 𝐄𝐢𝐧 𝐕𝐞𝐫𝐥𝐮𝐬𝐭 𝐚𝐧 𝐊𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫 𝐮𝐧𝐝 𝐊𝐥𝐢𝐦𝐚𝐛𝐞𝐰𝐮𝐬𝐬𝐭𝐬𝐞𝐢𝐧!
Viele von uns sehen es mit großem Bedauern: In Schifferstadt soll das historische Fachwerkhaus des ehemaligen Gasthauses „Zum Ochsen“ dem Abrissbagger preisgegeben werden. Nur der Saal aus den 1920er-Jahren bleibt. Dass dieses geschichtsträchtige Gebäude – das älter als unser Altes Rathaus ist – einfach verschwinden soll, zeugt von einem tiefen Mangel an historischem Bewusstsein und Verantwortung gegenüber nachfolgenden Generationen.
🪵 𝐃𝐢𝐞 𝐅𝐚𝐤𝐭𝐞𝐧 𝐬𝐩𝐫𝐞𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐚𝐧𝐝𝐞𝐫𝐞 𝐒𝐩𝐫𝐚𝐜𝐡𝐞:
Das historische Eichenfachwerk ist vom Keller bis zum Dachstuhl schätzungsweise noch zu über 75 Prozent intakt. Die traditionelle Handwerkskunst erlaubt es problemlos, eine solche modulare Holzkonstruktion gezielt zu reparieren. Das Argument „zu teuer“ greift hier viel zu kurz. Wer Kulturgeschichte nur nach nackten Zahlen bewertet, raubt unserer Stadt ihre Identität.
🔥 𝐄𝐢𝐧 𝐙𝐞𝐮𝐠𝐧𝐢𝐬 𝐝𝐞𝐬 Ü𝐛𝐞𝐫𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧𝐬𝐰𝐢𝐥𝐥𝐞𝐧𝐬
Dieses Gebäude wurde direkt nach dem verheerenden Stadtbrand von 1680 in einer Zeit existenzieller Not errichtet. Es ist ein physisches Zeugnis des Wiederaufbaus unserer Vorfahren. So etwas reißt man nicht leichtfertig ab.
🌍 𝐃𝐚𝐬 ö𝐤𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞 𝐃𝐞𝐬𝐚𝐬𝐭𝐞𝐫: 𝐃𝐢𝐞 „𝐠𝐫𝐚𝐮𝐞 𝐄𝐧𝐞𝐫𝐠𝐢𝐞“
Während die Politik ständig von Nachhaltigkeit spricht, wird hier ein riesiges Umweltproblem ignoriert. Das jahrhundertealte Eichenholz speichert tonnenweise Kohlenstoff. Dieses Holz zu vernichten und durch einen ressourcenintensiven Betonbau zu ersetzen, ist das Gegenteil von Klimaschutz!
Was wir hier erleben, ist kein alternativloser Rückbau, sondern ein Mangel an politischem Willen und Kulturverständnis. Wenn der „Ochsen“ fällt, verliert Schifferstadt nicht nur ein Stück seiner ältesten Geschichte, sondern auch seine Glaubwürdigkeit in Sachen Nachhaltigkeit.
❓ Wie seht ihr das? Sollte man um das historische Fachwerk kämpfen oder ist der Zug für euch schon abgefahren? Schreibt es in die Kommentare!