06/09/2024
Der Verein prenninger gespräche ladet ein zu einem Abend mit Bazon Brock
Vortrag: Europa im Abgesang – Was richtet uns auf?
Buchpräsentation: Eine schwere Entdeutschung.
Das „Superwahljahr“ 2024 ist im Finale angekommen. Die Ergebnisse vieler Wahlen bringen uns Ratlosigkeit und Aufbruchstimmung zugleich. Was sind die Gründe für raue Töne in der Politik und warum haben Viele von uns ein Gefühl der Ohnmacht? Was kommt nun nach dem Superwahljahr auf Europa zu? Was wird uns in unserer Verschiedenheit einen, aufrichten?
Dazu spricht Bazon Brock, der Österreich als seine Zweitheimat bezeichnet, und präsentiert sein neuestes Buch:
Eine schwere Entdeutschung. Der Widerruf des 20. Jahrhunderts ist die Zukunft Europas (Schwabe-Verlag, 2024)
Zum Buch:
Der Nationalsozialismus ist leider kein einzigartiger Unfall deutscher Geschichte. Wäre er das, so Bazon Brock, bräuchte man das Wissen um die Bedrohung nicht ständig wachzuhalten. Machtregimes tendieren dazu, totalitär zu werden. Demokratisch, liberal und rechtsstaatlich verfasste Gesellschaften stellen gegenwärtig nur noch eine Minderheit dar. Mit Bezug auf Nietzsches Begriff der „Entdeutschung“ ruft Brock zu einer Neubewertung der deutschen wie der europäischen Geschichte und der Ideologien vor allem des 20. Jahrhunderts auf.
TERMIN
Freitag, 20.09.2024, 18:00 Uhr
VERANSTALTER
prenninger gespräche - Verein für Geschichte und Aktualität kultureller Resistenz und Alterität
VERANSTALTUNGSORT
Prenning's Garten, Übelbacherstraße 159,
A-8121 Deutschfeistritz
ANMELDUNG erbeten an: [email protected] oder +43 664 411 3668, Eintritt: € 5.-
BAZON BROCK, Denker im Dienst und Künstler ohne Werk, ist emeritierter Professor am Lehrstuhl für Ästhetik und Kulturvermittlung an der Bergischen Universität Wuppertal. Weitere Professuren an der Hochschule für bildende Künste Hamburg (1965–1976) und der Universität für angewandte Kunst, Wien (1977–1980). 1992 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Eidgenössisch Technischen Hochschule, Zürich und 2012 die Ehrendoktorwürde der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe. 2014 bekam er die Honorarprofessur für Prophetie an der HBKsaar, Saarbrücken und 2016 wurde ihm der Von der Heydt-Preis der Stadt Wuppertal verliehen. 2017 erhielt er das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse. Er entwickelte die Methode des »Action Teaching«, in dem jeder Satz zur Bühne wird. Von 1968 bis 1992 führte er in Kassel die von ihm begründeten documenta-Besucherschulen. Von 2010 bis 2013 leitete er das Studienangebot „Der professionalisierte Bürger“ an der HfG Karlsruhe. Rund 3000 Veranstaltungen und Aktionslehrstücke; zuletzt u.a. „Lustmarsch durchs Theoriegelände“ (2006, in elf Museen). Seit 2011 betreibt er die Denkerei in Berlin als „Institut für theoretische Kunst, Universalpoesie und Prognostik“, und dem Schwerpunkt „Arbeit an unlösbaren Problemen“ (www.denkerei-berlin.de).