15/06/2026
ALLIANZ DEUTSCHE HÄFEN:
AUFTAKTVERANSTALTUNG MIT KLARER BOTSCHAFT
Die deutschen Häfen schlagen Alarm – und senden ein deutliches Signal nach Berlin.
Bei einer hochrangigen Veranstaltung der Allianz Deutsche Häfen in der Landesvertretung Hamburg wurde klar: Ohne starke Häfen keine Energieversorgung, keine Industrie, keine Sicherheit.
🔹 140 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft diskutierten über die Rolle der Häfen zwischen Energiekrise, globalen Lieferketten und neuer Sicherheitslage.
🔹 Einigkeit: Der Bund investiert viel zu wenig. Die aktuellen 38 Mio. € Hafenlastenausgleich für alle norddeutschen Länder reichen nicht annähernd aus.
🔹 Häfen sind heute Energiedrehscheiben, Logistikzentren und sicherheitspolitische Schlüsselorte – weit mehr als Umschlagplätze.
Kernzitate:
📌 „No Shipping, no Shopping – Häfen sind Voraussetzung unserer strategischen Autonomie.“
— Dr. Melanie Leonhard, Hamburg
📌 „Ohne Häfen exportieren wir nichts.“
— Dr. Christian Bruch, Siemens Energy
📌 „Stottert ein Hafen, stottert die Volkswirtschaft.“
— Lars Nennhaus, Duisburger Hafen
📌 „Die Häfen sind zentral – auch im Krisenfall.“
— Oberst i.G. Armin Schaus, Bundeswehr
📌 „Wir brauchen dringend mehr Investitionen – auch über das Sondervermögen.“
— Dr. Christoph Ploß, Bundesregierung
Die Allianz Deutsche Häfen fordert deshalb:
➡️ Anerkennung als strategische Infrastruktur von nationaler Bedeutung
➡️ Nachhaltige, verlässliche Finanzierung für See- und Binnenhäfen
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Und hier die Pressemiteilung in kompletter Länge:
Wer von starken Häfen profitiert, muss sich auch an ihrer Zukunftssicherung beteiligen.Mit einer hochkarätig besetzten Veranstaltung in der Landesvertretung Hamburg in Berlin hat die Allianz „Deutsche Häfen“ ein deutliches Signal an die Bundespolitik gesendet.
Unter dem Titel „Wo Resilienz beginnt: Zwischen Energiekrise und Verteidigungspolitik – Die Deutschen Häfen als tragende Säulen einer nachhaltigen Infrastruktur der Zukunft“ stand die zentrale Rolle der Hafeninfrastruktur für die wirtschaftliche Stärke, die Energieversorgung und die sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit Deutschlands im Fokus.
Rund 140 Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft folgten der Einladung, um über die Herausforderungen und Perspektiven der deutschen Häfen im Spannungsfeld von Energiekrise, globalen Lieferketten und veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen zu diskutieren.
Einigkeit bestand darüber, dass die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Häfen nur mit klaren politischen Weichenstellungen und verlässlichen Finanzierungsstrukturen langfristig gesichert werden können.
Zum Einstieg machte Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg eines klar: „Die Aussage ‚No Shipping, no Shopping‘ bringt es auf den Punkt – Unsere Häfen sind Voraussetzung unserer strategischen Autonomie und ökonomischen Sicherheit und gehören ganz klar in den bundespolitischen Fokus.“
Die Paneldiskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bundeswehr und Energiewirtschaft machten deutlich, dass Häfen heute weit mehr sind als klassische Umschlagplätze. Sie sind zentrale Knotenpunkte der Energiewende und zugleich unverzichtbare logistische Drehkreuze für die Sicherheits- und Verteidigungsarchitektur Deutschlands.
Wie eng die Zukunft der Industrie an eine funktionierende Logistik gekoppelt ist, verdeutlichte Dr. Ing. Christian Bruch, Vorstandsvorsitzender Siemens Energy AG: „Wenn Unternehmen weiter in Deutschland investieren sollen, brauchen wir Investitionen in die Hafeninfrastruktur. Denn ohne Häfen exportieren wir nichts."
Für die „Deutschen Häfen“ unterstrich Lars Nennhaus, Vorstand Technik und Betrieb Duisburger Hafen AG, die partnerschaftliche Abhängigkeit zwischen Wirtschaft und Häfen: „Wir funktionieren nur gemeinsam. Stottert ein Hafen, stottert die Volkswirtschaft.“
Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne machte deutlich: Angesichts der enormen Bedeutung der See- und Binnenhäfen reiche der Beitrag des Bundes im Rahmen des Hafenlastenausgleichs von rund 38 Mio. € pro Jahr für alle norddeutschen Bundesländer nicht aus. Notwendig seien nachhaltige und zukunftsorientierte Finanzierungswege, die den Transformationsaufgaben der Häfen gerecht würden.
Aus militärischer Sicht wurde die fundamentale Bedeutung der Häfen ebenfalls untermauert. Oberst i.G. Armin Schaus, Abteilungsleiter „Zivil-militärische Zusammenarbeit“ im operativen Führungskommando der Bundeswehr: „Wirtschaft muss auch in der Krise funktionieren. Die Häfen sind dabei zentral.“
Vor diesem Hintergrund bekräftigte die Allianz „Deutsche Häfen“ ihren Appell, die See- und Binnenhäfen als strategische Infrastruktur von nationaler Bedeutung anzuerkennen und entsprechend angemessen zu finanzieren.
Unterstützung für diese Forderung kam aus den Reihen der Politik von Dr. Christoph Ploß, Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus: „Wir brauchen dringend mehr Investitionen in die deutschen Häfen, weil für uns als Exportnation viel davon abhängt. Dazu gehört auch eine Flexibilisierung beim Sondervermögen.“
Das Credo der Vertreterinnen und Vertreter der Allianz war eindeutig: „Die Bedeutung der Häfen für Deutschland steht in keinem Verhältnis zur bisherigen Beteiligung des Bundes an ihrer Finanzierung. Wer von leistungsfähigen Häfen profitiert, muss sich auch an ihrer Zukunftssicherung beteiligen.“
Über die Deutschen Häfen:
Ziel der Allianz ist es, die Hafeninfrastruktur als gesamtstaatliche Aufgabe weiterzuentwickeln und ihre Rolle für Wirtschaft, Energieversorgung und Sicherheitspolitik deutlich zu machen und zu stärken. Hinter der Allianz Deutsche Häfen steht ein länderübergreifender Zusammenschluss führender Hafeninfrastrukturbetreiber:
Der Allianz gehören an:
Niedersachsen Ports GmbH & Co. KG, bremenports GmbH & Co. KG, Brunsbüttel Ports GmbH, Duisburger Hafen AG, Hamburg Port Authority AöR, Seehafen Kiel GmbH & Co. KG, Lübeck Port Authority und Rostock Port GmbH.