19/06/2026
Geschichte der Region! 🙏
🚨 𝗚𝗘𝗧𝗜𝗟𝗚𝗧𝗘 𝗗𝗗𝗥-𝗚𝗘𝗦𝗖𝗛𝗜𝗖𝗛𝗧𝗘 – 𝗠𝗮𝗻𝘀𝗳𝗲𝗹𝗱 – 𝟴𝟬𝟬 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲 𝗞𝘂𝗽𝗳𝗲𝗿, 𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝗹ö𝘀𝗰𝗵𝘁 𝗶𝗻 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴𝗲𝗻 𝗝𝗮𝗵𝗿𝗲𝗻
Acht Jahrhunderte lang gruben hier die Generationen nach Kupfer. Dann, in wenigen Jahren, war alles vorbei – und von über 24.000 Kumpeln blieben am Ende kaum 3.000. ⛏️
𝗪𝗮𝘀 𝘄𝗮𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗠𝗮𝗻𝘀𝗳𝗲𝗹𝗱𝗲𝗿 𝗥𝗲𝘃𝗶𝗲𝗿?
Rund um Eisleben, Hettstedt, Mansfeld und Sangerhausen im heutigen Sachsen-Anhalt wurde fast 800 Jahre lang Kupferschiefer abgebaut – seit dem Jahr 1199. Das ist eines der ältesten Bergbaugebiete Deutschlands überhaupt. In der DDR bündelte der VEB Mansfeld Kombinat „Wilhelm Pieck“ diesen Schatz: Gruben, Hütten, Verarbeitung, dazu Wohnungen, Kultur und Sport für die Belegschaft. Der Bergbau war hier nicht einfach Broterwerb. Er war Heimat, Stolz und Lebensinhalt vieler Familien, das „Glück auf“ eine Selbstverständlichkeit.
𝗗𝗶𝗲 𝗭𝗮𝗵𝗹𝗲𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗧𝗿𝗮𝗱𝗶𝘁𝗶𝗼𝗻
Was in diesen acht Jahrhunderten aus der Erde geholt wurde, ist kaum vorstellbar: rund 110 Millionen Tonnen Kupferschiefer, daraus etwa 2,6 Millionen Tonnen Kupfer und ganz nebenbei 15.000 Tonnen Silber. Die Bergleute arbeiteten sich über die Jahrhunderte immer weiter vor, von Hettstedt über Eisleben bis nach Sangerhausen. Und mit ihnen wuchsen die kegelförmigen Halden, die bis heute wie Pyramiden über der Landschaft thronen. 🗿
𝗗𝗶𝗲 𝗲𝗵𝗿𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗪𝗮𝗵𝗿𝗵𝗲𝗶𝘁
Hier gehört Ehrlichkeit dazu, denn nicht alles lässt sich der Wende anlasten. Wirtschaftlich rentabel war der Mansfelder Kupferabbau schon seit den 1930er Jahren kaum noch. Das Erz lag immer tiefer und wurde immer ärmer. Selbst die rohstoffhungrige DDR, die eigentlich bis weit ins neue Jahrtausend hatte weitermachen wollen, sah am Ende ein, dass dieses Kapitel sich dem Schluss näherte. Nach acht Jahrhunderten war der Berg schlicht fast leer.
𝗪𝗮𝘀 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝟭𝟵𝟵𝟬 𝗴𝗲𝘀𝗰𝗵𝗮𝗵
Trotzdem traf das Ende die Region mit voller Wucht – und vor allem schneller als gedacht. 1990 wurde im Sangerhäuser Revier der letzte Kupferschieferbergbau eingestellt, die Schächte wurden geflutet. Mit der Auflösung des Kombinats brach das wirtschaftliche Rückgrat eines ganzen Landstrichs weg. Eine Zahl sagt alles: Von über 24.000 Beschäftigten waren Ende 1994 nur noch etwas mehr als 3.000 übrig. Wo Generationen ihr Auskommen gefunden hatten, herrschte mit einem Mal Leere. 📉
𝗪𝗮𝘀 𝗵𝗲𝘂𝘁𝗲 𝗱𝗮𝘃𝗼𝗻 ü𝗯𝗿𝗶𝗴 𝗶𝘀𝘁
Geblieben sind vor allem die Halden, die „Pyramiden des Mansfelder Landes“, manche über 150 Meter hoch – stille Zeugen einer großen Vergangenheit. Im Röhrigschacht bei Sangerhausen kann man bis heute unter Tage fahren, das Mansfeld-Museum in Hettstedt hält die Erinnerung wach, und die älteste Bergwerksbahn Deutschlands dampft noch immer durch die Hügel. Die Kupferverarbeitung lebt in Hettstedt in kleinerem Rahmen weiter. Doch der große Bergbau, der diese Gegend acht Jahrhunderte lang geprägt hat, ist endgültig Geschichte.
𝘔𝘢𝘯𝘤𝘩𝘦 𝘛𝘳𝘢𝘥𝘪𝘵𝘪𝘰𝘯 𝘨𝘦𝘩𝘵, 𝘸𝘦𝘪𝘭 𝘥𝘦𝘳 𝘉𝘦𝘳𝘨 𝘭𝘦𝘦𝘳 𝘪𝘴𝘵. 𝘈𝘣𝘦𝘳 𝘸𝘪𝘦 𝘮𝘢𝘯 𝘷𝘰𝘯 𝘪𝘩𝘳 𝘈𝘣𝘴𝘤𝘩𝘪𝘦𝘥 𝘯𝘪𝘮𝘮𝘵, 𝘷𝘦𝘳𝘳ä𝘵 𝘷𝘪𝘦𝘭 𝘥𝘢𝘳ü𝘣𝘦𝘳, 𝘸𝘪𝘦 𝘦𝘪𝘯 𝘓𝘢𝘯𝘥 𝘮𝘪𝘵 𝘴𝘦𝘪𝘯𝘦𝘯 𝘔𝘦𝘯𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘮𝘨𝘦𝘩𝘵.
𝗡𝗼𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻 𝗪𝗼𝗿𝘁 𝗶𝗻 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 😊
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𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝘄𝗶𝗿 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗢𝗿𝗶𝗴𝗶𝗻𝗮𝗹𝗳𝗼𝘁𝗼𝘀 𝘃𝗲𝗿𝘄𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻
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